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Eichelberger, Dr. med. Otto: 
Klassische Homöopathie Lehre und Praxis Band 2

Artikelnr.: A102
Zustand: Antiquariat
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Band 2: Praxis und Forschung mit Fallschilderungen
Anhand einer umfangreichen Fallsammlung werden die Grundlagen der homöopathischen Therapie in der täglichen Praxis anschaulich vermittelt.

Dieses zweite Buch über die Klassische Homöopathie trägt den Untertitel „Praxis und Forschung (. Es ist eine konsequente Weiterführung meines 1976 erschienenen Buches „Klassische Homöopathie, Lehre und Praxis".

Ich bin der Meinung, daß die Lehre einer Heilwissenschaft ersteinmal exfundamento existieren muß; das ist der Fall bei der Homöopathie Hahnemanns. Dieser hat die letztere entdeckt, entwickelt und inauguriert.

Das nächste ist die Umsetzung dieser vorgegebenen Lehre in die praktische tägliche Arbeit. Von Hahnemann hören wir dazu: „Macht's nach, aber machts genau nach."

So versteht sich der Untertitel des ersten Buches, „Lehre und Praxis". Hat man Grund und Bedürfnis, weiteres darzustellen, das heißt Lehre und Praxis zu vertiefen, kann der nachfolgende Schritt nur einer sein, der der Forschung dient.

Nun wird Forschung definiert als diejenige Art des Erkenntnisstrebens, welche zur Ausbildung der Wissenschaften führt; sie will im Gegensatz zur philosophischen oder theologischen Spekulation einzelnes erkunden und in einen Zusammenhang einordnen.

So gesehen ist es mein Bestreben, in der hier vorliegenden Arbeit nicht allein die Praxis wieder zu Wort kommen zu lassen, und zwar in reichlicher Fülle, sondern auch die aus ihr gewonnenen Erkenntnisse „in einen Zusammenhang einzuordnen".

Es soll versucht werden, die praktischen Erkenntnisse, die sich aus der täglichen Homöotherapie ergeben, in der Form von Quintessenzen darzustellen (nur um einen Namen zu haben), und zwar eigenheitlich, also außerhalb des fließenden Textes in mehr oder weniger kurzen Formulierungen und Passagen.

Es ist sogleich anzumerken, daß diese Erkenntnisse und Erfahrungen keineswegs den Rahmen sprengen können, den uns Hahnemann hinsichtlich des „genauen Nachmachens" gesetzt hat.

Letzteres ist einfach ein Postulat, das wir zu beherzigen haben. Niemals anders als innerhalb seiner Lehre kann Praxis und Forschung in der nächsten Zukunft betrieben werden. Wer das als Einschränkung, ja als Gängelung seiner eigenen Intentionen empfindet, will die Klassische Homöopathie des Meisters nicht begreifen.

Sie ist in gewisser Weise nicht von dieser Welt, nicht von der Welt nämlich der agnostischen Naturwissenschaften und der modernen Medizin, die doch nur ein Appendix derselben ist.

Die Grundpfeiler der homöopathischen Heillehre sind die Lebenskraft, die Simile-Idee, die geistartig gemachte Wirkung der Arznei in der hohen Potenz.

Die Epistula fundamenti der Homöopathie, und sie bestimmt auch diese drei Gesetzmäßigkeiten, findet sich in dem Wissensgut der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners und nirgendwo sonst. Nach einem 3-5jährigen Umgang mit der Homöopathie Hahnemanns und der Anthroposophie Steiners habe ich keine Bedenken, diese Behauptung aufzustellen.

Und ich akzeptiere heute den Standpunkt eines bekannten Quantenphysikers, der einmal, allerdings aus einer ganz anderen Ecke heraus, folgende wohl recht böse Worte gesagt hat: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit triumphiert nicht durch die Überzeugung ihrer Gegner, sondern eher dadurch, daß ihre Gegner schließlich sterben und eine neue Generation heranwächst, die mit der neuen Wahrheit wohl vertraut ist."

Wobei ein Unterschied zu unseren Belangen darin besteht, daß das Umgehen mit dem Atom im Grunde einfacher ist als das Umgehen mit der Dynamis anhand der Simileregel und mit Hilfe der geistartig gemachten Wirkung der homöopathischen Arznei.

Eine Gleichartigkeit andererseits der Kraftsysteme wird dem Nachdenkenden dahingehend auffallen, daß alle beide bisher nicht „gesehen" worden sind oder gar direkt nachgewiesen werden konnten. Das ist natürlich in vielfachen anderen Zusammenhängen ebenso bekannt (Magnetismus, Elektrizität, Liebeskummer, Angst, Geiz usw.). Um so mehr ist die Frage erlaubt, warum denn gerade die Existenz der Dynamis, der leidenden Lebenskraft, auf jeden Fall mit der Kneifzange verfolgt werden muß - genügt nicht der Nachweis derselben mit Hilfe der potenzierten Arznei am kranken Individuum?

Kein Mensch also hat noch ein Atom gesehen (Unschärferelation Heisenbergs), keiner noch die Lebenskraft Hahnemanns. Ein Vergleich der beiden „Entdeckungen" ist natürlich auf keiner Ebene möglich und auch nicht notwendig. In einer gewissen Weise könnte man sich allerdings eine polare Betrachtung zu eigen machen:

So, wie die Atomphysik sich in das Unter sinnliche begeben mußte, um fündig zu werden, so mußte sich Hahnemann um das Übersinnliche bemühen; das tat er, wie gesagt, stellenweise traumtänzerisch - aber er war ergiebig.

Interessant ist bei dieser Betrachtung das Wort eines anderen Quantentheoretikers, des Züricher Kernphysikers Heitler. Dieser schreibt als ein Credo am Ende seines ersten Buches: „Wenn wir in das Lebendige kommen wollen, müssen wir die Türe zu einer anderen Landschaft aufstoßen." Nun, das hat Hahnemann mit seiner Lehre längst getan und die Anthroposophie Steiners beackert bereits in vielfältigem Ausmaß eben diese neue Landschaft, die Landschaft des „Über-Sinnlichen" also.

Die Konsequenz, die sich daraus ergibt, ist damit eine ganz besondere: Die Homöopathie Hahnemanns, genauso wie die Geisteswissenschaft Steiners, können, in der heutigen Zeit jedenfalls, nur verkündet, aber niemals mit Hilfe der gegenwärtigen Wissenschaft bewiesen werden.

Mein erstes Buch „Klassische Homöopathie, Lehre und Praxis" hat, man darf das sagen, eine gute Aufnahme gefunden. Ein professoraler Kollege, Vertreter der naturwissenschaftlich-kritischen Richtung der Homöopathie und Kenner der Szene der Klassischen Homöopathie, schreibt dazu: „Sein, des Autors, Buch ist wohl die bemerkenswerteste Selbstdarstellung der Klassischen Homöopathie. Arbeitet man sich, ohne zu ermüden, durch die geschilderten 300 Fälle, ist man überrascht von der plastischen Kraft seiner Schilderungen. Gewiß, bei seinen zahllosen drastischen Einflechtungen und Sarkasmen kommt man sich vor wie in einem ungefederten Wagen auf holpriger Straße, aber nicht zuletzt wird man auch dadurch wach gehalten.

Beeindruckend ist seine unbändige, fanatische Begeisterung für die Sache, seine immense Konzentration und sein fast unfaßlicher Fleiß.
Er ist ein sehr geschickter Didaktiker. Das zeigt sich in der gut nachvollziehbaren Hierarchisierung der Symptome. Meist werden in logischer Konsequenz Einzelmittel verordnet. Wünscht der Kassenarzt nach ausreichendem Eingang die Klassische Homöopathie einzuschlagen, könnte er keine bessere Führung finden als durch Eichelbergers Buch.

Man spürt vor allem in der Beschränkung der Indikationen unter der Anerkennung konkreter Grenzen, wie stark Eichelberger von den wissenschaftlichen Errungenschaften unserer Zeit mitgeprägt ist. Da diese Hahnemann fremd sein mußten, finden wir in seinen Krankenjournalen nichts, was mit Eichelbergers Fällen vergleichbar wäre".

Ich wünsche mir, daß das jetzt vorliegende zweite Buch dem ersten gleichkommt. Es kann unabhängig von dem letzteren studiert werden. Alle beide wollen einen direkten Bezug zur Praxis herstellen. Es sollen keine Lehrbücher sein, die man nach flüchtiger Lesung wieder in den Schrank stellt, sondern Mitstreiter bei dem herrlichen Geschäft der homöopathischen Heilkunst, einer Therapie, die jeden täglich von neuem fasziniert - wenn er sie zu beherrschen gelernt hat.

Vorwort
Einleitung
1. Teil

Denkweisen und Standorte. Reflexionen eines Therapeuten des 20.Jahrhunderts

Homöopathie - Quacksalberei oder moderne Heilkunst?

Klinische oder Klassische Homöopathie?

Über die „reine naturwissenschaftliche, sogenannte kritische Richtung in der Homöopathie" zwischen den beiden Weltkriegen

Aus der Werkstatt der naturwissenschaftlich-kritischen Richtung der Homöopathie

An die Adresse der homöopathischen „Gegner" der Homöopathie

An die Adresse der allopathischen „Gegner" der Homöopathie

Repertorisation nach v. Bönninghausen oder nach Kent?

Die periphere Herzbehandlung der Homöopathie

Kleine Studie über die Kreuzspinne und die Kugelspinne aus homöopathischer Sicht

Das Märchen vom Gevatter Tod und der Sulfur-Aspekt

II. Teil

Krankheitsfälle - Kasuistikblock l

Krankheitsfälle - Kasuistikblock 2

Quintessenzen

Krankheitsfälle - Kasuistikblock 3

Die LM-Potenzen

Schlußbemerkung

Homöopathische Literatur

Großer Fragebogen zur homöopathischen Behandlung

Nachwort

Sachregister

Arzneimittelregister

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