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Masi - Elizalde Alfonso: 
Überarbeitung der Lehre, Materia Medica und Technik der Homöopathie

Artikelnr.: A100
Zustand: Antiquariat
47 €
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Dr. Masi lehrt seit 1989 in regelmäßigen Seminaren in Augsburg seine kritische Überarbeitung der Homöopathie. Aus einer neuen Sicht der miasmatischen Dynamik heraus zeigt er, wie Homöopathie, Arzneimittel, Patienten und Fallverläufe anders betrachtet werden können.

Umwälzend sind seine tiefgehenden Analysen der Arzneimittelbilder, die bisher nicht gekannte Aspekte unserer Materia Medica offenlegen.

Das Buch führt in Theorie, Lehre und Technik der Revision ein und beschreibt einige erste Arzneimittel.
Arzneimittelbilder von Drosera, Conium, Lachesis, Natrium carbonicum und Veratrum album.

Im zweiten Teil des Buches stellt Dr. Stefan Preis die Ausführungen Masis mit eigenen Worten dar. Die Darstellung ist einfach, grundlegend und verständlich. Dr. Masi hat sie die »die Digestion« seiner Ausführungen genannt. Außerdem stellt Dr. Preis die Arzneimittelbilder von Arnica und Chamomilla in ihrer Bedeutung als Simillimum nach Masi vor. Detailliert zeigt er den Weg auf. Arzneimittelbilder entsprechend der Theorie Masis zu erarbeiten. Dieses Buch ist die erste von Dr. Masi authorisierte Veröffentlichung in deutscher Sprache.

Vorwort:

Vorwort

Die Ergebnisse seiner „Überarbeitung der Lehre, Materia medica und Technik der Homöopathie" wurden von Dr. Masi-Elizalde in Deutschland erstmals ab Mai 1989 im Laufe von drei Jahren in 6 einwöchigen Kursen in Augsburg vorgestellt. Angeregt wurden diese Seminare durch Dr. Jürgen Faust.

Die Weitergabe der Ideen Masis geschah unter anderem durch einige, der am August-Weihe-Institut in Detmold tätigen Ärzte, zunächst institutsintern, später im Rahmen der Detmolder-Weiterbildungs-Wochen. Sowohl bei den Seminaren von Dr. Masi selbst als auch bei den Darstellungen seiner Gedanken in anderen Zusammenhängen zeigte sich regelmäßig folgendes Phänomen:

Anfangs herrschte fast immer großes Interesse, oft Begeisterung, und es entwickelten sich heftige Diskussionen. Das war vor allem bei kurzen und orientierenden Berichten über Masis Ergebnisse der Fall. Die konkrete Anwendung, zum Beispiel bei der Bearbeitung der Arzneimittel-Prüfungssymptome, setzt jedoch ein intensives, arbeitsaufwendiges und unter Umständen mühsames Erlernen dieser Methode voraus. Dabei sind eine gute Kenntnis der Schriften Hahnemanns und seiner großen Schüler sowie Kenntnisse philosophischer Grundbegriffe erforderlich. Diese Vorbedingungen waren oft nicht gegeben, und da der Zeit- und Arbeitsaufwand erheblich ist, zogen sich einige Teilnehmer enttäuscht zurück. Andere versuchten einen „kürzeren Weg" zu finden. Daraus entstanden die inzwischen häufig anzutreffenden Verzerrungen und falschen Vorstellungen bei der Rezeption der Ideen Masis.

Masi wurde in einem Punkt fast immer mißverstanden: Seine Kurse waren nie gedacht als Einführung in homöopathisches Arbeiten oder als Seminare zur Vermittlung von Materia-Medica-Kenntnissen. Er betonte immer, daß er sich an erfahrene Homöopathen wende, deren Interesse die Weiterentwicklung der Homöopathie ist. Es handelt sich somit um Forschung in der Homöopathie.

Dieses Buch wurde geschrieben und herausgegeben, um das bestehende Informationsdefizit über Masis Vorstellungen auszugleichen und eine für die Homöopathie fruchtbare Diskussion über ihre Grundlagen und Ergebnisse zu ermöglichen.

Um nur ein Beispiel herauszugreifen, sei auf die zur Zeit aktuelle Diskussion um die Arzneimittelprüfung verwiesen. Der von Masi neu eingeführte Begriff der parasitären Symptome kann einiges zur Klärung der Problematik beitragen.

Auch eine kritische Auseinandersetzung mit Begriffen Masis erscheint uns notwendig. Genannt seien nur sein Krankheits- beziehungsweise Gesundheitsbegriff und die Verwendung der Philosophie des Thomas von Aquin als Bezugssystem. Schon hier sei jedoch gesagt, daß der Vorwurf, Masis Konzept sei weltanschaulich gebunden und seine Begriffe seien katholisch normiert, zu kurz greift. An zentraler Stelle steht nicht irgendeine Weltanschauung, sondern der Verweis auf die individuell verzerrte Erlebnisweise jeder Existenz und das Erleben der Ungeborgenheit des Menschen.

Einige Anmerkungen zu den Texten:

Dr. Masi hielt bei der 46. Tagung der Liga Medicorum 1991 in Köln vier Vorträge. Bis hin zur jetzt vorliegenden Fassung erfuhren diese Vorträge einige notwendige Veränderungen. Bei Transskription und Übersetzung der Vorträge halfen in hervorragender Weise Frau Christina Lotz und Dr. Alfredo Engelland. Die abschließende Überarbeitung bezüglich des Inhaltes und des Stiles übernahmen für den l. und 4. Seminartag Dr. Jürgen Faust und für den 2. und 3. Tag Dr. Stefan Preis. Der vorliegende Text weicht daher in einigen Teilen formal vom ursprünglichen Vortrag ab. Der Inhalt wird jedoch sehr genau, wenn auch nicht wortgetreu wiedergegeben. Er stellt die erste von Dr. Masi autorisierte Darstellung seiner Gedanken in deutscher Sprache dar.

Der zweite Teil des Buches entstand aus Tonbandaufnahmen und Mitschriften mehrerer zweitägiger Seminare, die Dr. Stefan Preis hielt. Zweck war es, das Gedankengut Masis zu vermitteln, um an den Fortgeschrittenenkursen in Augsburg teilnehmen zu können.

Masi autorisierte die Seminare und nannte sie scherzhaft „eine Verdauung" seiner Ideen. Deshalb finden sich viele Wiederholungen, aber auch andere Gesichtspunkte, neue Formulierungen und Ergänzungen, die den ersten Teil deutlicher werden lassen. Sprachlich haften dem Text trotz Überarbeitung die Mängel der gesprochenen Sprache an, was jedoch andererseits die Verständlichkeit erleichtert.

Unser Dank gilt Frau Sigrid Springmann-Preis und Frau Dr. Greta Hieronymus-Faust für ihre Korrektur und konstruktive Kritik.

Augsburg / Lörrach im April 1993
Dr. Jürgen Faust
Dr. Stefan Preis

 

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